Candy

Mops, Hündin, *12-07-2006, ca.30 cm
in Deutschland, und da sehr munter



 

Candy befindet sich nun auf einer Pflegestelle in Deutschland. Dort zeigt sich, dass diese kleine Molosser-Dame voller Energie ihr neues Leben genießt und sich absolut wohl fühlt. Ihrem früheren Rang gemäß möchte sie manchmal auch hier die "Clan-Chefin" sein, daher möchten wir sie entweder als Einzelhund, oder aber zu einem friedlichen Rüden vermitteln - Candy braucht etwas Zeit, um sich auf ihr neues Leben und die damit verknüpften Erwartungen an ihr Verhalten einzustellen. Alleine ist sie völlig harmlos, schmust gerne mit ihrem Menschen und benimmt sich wie ein junger Hüpfer.
Ihr Alter merkt man ihr überhaupt nicht an - sie stürmt ein wenig daher wie eine Art "Dampfroß" und muss von daher etwas zivilisiert werden. Das gelingt am einfachsten, wenn sich jemand Zweibeiniges voll auf sie einstellen oder sie sich bei einem wohl erzogenen, gelassenen Ersthund  abgucken kann, wie es geht (was auch immer gerade "dran" ist).



Heute (Stand 11-05-2014) kam eine Familie in unser Partnertierheim und lud ihr ganzes Rudel Möpse bei den Kollegen ab - sie hatten viele Jahre mit ihren vier Tieren gezüchtet, aber nun wollten sie das nicht mehr, die Möpse waren inzwischen ja auch etwas "in die Jahre" gekommen, sie hätten evtl. nicht mehr aufgenommen oder gar verworfen, da war der einfachste Weg, um sie alle auf einen Schlag los zu werden, der Weg ins Tierheim. Keine Sorgen mehr, kein Kümmern, keine Kosten, alle vier Mohren hatten ihre Schuldigkeit getan und mussten jetzt gehen - wir finden dafür kaum Worte.
Es handelt sich um die zwei Mopsmädchen Candy und Sasha sowie die Rüden Axyn und Akon. Alle vier sind freundliche, verträgliche Möpse, die auch in der Tierauffangstation keinen Ärger bereiten und sich mit den bereits vorhandenen Hunden vertragen. Sie können einzeln vermittelt werden, idealerweise sollte dann aber ein bereits vorhandener Mops ihnen die Trennung vom Rudel erleichtern. Allen vier Möpsen gönen wir einen Neuanfang, um endlich leben zu dürfen "wie ein Hund". Sie sind überhaupt nicht verwöhnt und passen in so ziemlich jeden Haushalt.

Auf der Pflegestelle stellte sich bei Mops Candy eine wundersame Wandlung durch Erholung ein:
Niemand sollte bei Candy die Augen davor verschließen, dass er hier zwar für einen kleinen Übernahmebetrag einen Mops, also einen Rassehund, adoptieren kann, der zwar auf dem Papier eher zu den Senioren zählt, aber in der Realität ein wahres Energiebündel ist und täglich ordentlich Dampf ablassen muss, um ausgepowert zu sein. Wer sich also denkt, hier eine Art Plüschhund zum gemeinsamen Sofasitzen aufzunehmen, der irrt und müßte sich deutlich umstellen.
Candy hat sich auf ihrer Pflegestelle prima erholt, und
bei neuen liebevollen, verantwortungsbewußten Hundeeltern könnte sie nun endlich ankommen und dann noch ein paar richtig schöne hundegerechte Jahre in ihrem neuen Heim bei neuen Menschen, gerne jung gebliebene Personen älterer Jahrgänge, verbringen, sich und ihren Zweibeinern zur Freude. Wir könnten uns auch vorstellen, dass die kleine Candy bei Mopsfans einem durch Tod des Partners vereinsamten Mops die Partnerin ersetzen kann