Pierino

Französische Bulldogge,* ca. 3 Jahre, Rüde, ca. 30 cm

 

 

Dieses arme Wesen wurde auf den Straßen der Insel Malta gefunden, wie er mühsam versuchte, sich alleine durchzuschlagen. Seine Menschen hatten ihn ganz offensichtlich weder besonders geliebt, noch sich besonders um sein leibliches und sein seelisches Wohl gekümmert. Vielmehr hatten sie ihn wohl eher als eine Art Statussymbol angeschafft, sind aber mit ihm nicht einmal Gassi gegangen etc.pp., und als jetzt die Chip-Pflicht auch dort unten eingeführt wurde, hat man ihn einfach herzlos vor die Tür gesetzt und seinem Schicksal überlassen.
Daher fristet er jetzt in einem großen Tierasyl sein Dasein - einziger Vorteil: Er hat Freilauf in Gruppenhaltung und kann sich daher seinen Bedürfnissen entsprechend zwischen den anderen Hunden bewegen.
Pierino ist bisher (Stand Juni 12) bei seinen Ex in keiner Weise konditioniert worden, noch sind seine Hinterhandsmuskeln ausgearbeitet. Vermutlich hat man ihn bisher zeitlebens immer auf dem Arm herumgetragen und die restliche Zeit eingesperrt. Auch wenn so ein Hundetyp nicht besonders viel Auslauf braucht, so muss auch er seine Muskulatur ausbilden, kräftigen und dann auch beim laufen, springen und klettern benutzen können - hier braucht Pierinos neues Frauchen und/oder Herrchen noch sehr viel Zeit, Geduld und Arbeit, aber bei vernünftig aufgebautem, sich langsam steigerndem Training wird auch er bald der perfekte Begleiter seines oder seiner Menschen sein.    Der kleine Franz-Bulli freut sich über jede Form der menschlichen Beachtung und wäre außerhalb der Tierheimmauern, in denen er jetzt zum ersten Mal im Leben Freigang hat, ein sauberer, angenehmer Mitbewohner, der so gut wie gar nicht haart und sich leicht erziehen ließe - bisher ist auch auf diesem Sektor nichts passiert.
Die ideale Lebenssituation für unseren Pierino wäre vermutlich ein eher ruhigerer Haushalt bei älteren Menschen ohne nervige kleine Kinder oder Enkel. Das heißt nicht, dass er keine Kinder mag, es bedeutet lediglich, dass er zunächst eine gewisse Zeit bei der erforderlichen Lebensumstellung seine Ruhe braucht und man ihn erst langsam und behutsam in einen normalen Hundealltag eingliedern kann. Wenn dann sein Lieblingsmensch noch einen kleinen Garten hätte, wäre Pierino glücklich und das Leben mit ihm von Anfang an perfekt und ganz einfach.