Kyra

 Golden-Dackel, * ca. 2 Jahre, Hündin, 30 cm

  

Diese kleine Motte namens Kyra ist eine gelungene Mischung aus einem Golden Retriever (Mutter) und einem Dackel (Vater). Über ihre Vergangenheit ist nichts weiter bekannt.

  

Nach inzwischen fast 6 Wochen mit Kyra haben wir uns gut zusammengerauft. Man kann draußen unglaublich viel Spaß mit ihr haben, und obwohl sie sonst nicht ganz einfach ist wird sie bei den richtigen Menschen sicher ein toller Hund sein. Sie ist wirklich sehr sehr clever , lernt schnell und gerne. Kann jetzt Sitz, Platz, Pfötchen geben, geduldig auf ihr Futter warten, Slalom um Stangen und um die Beine, durch Reifen hopsen, fast immer ohne Leine Laufen, ist ein super Fahrrad-Hund geworden. Vor dem Rad hatte sie anfangs Panik, läuft jetzt super mit oder ohne Leine am Rad. Ist zu 90 % gut rückrufbar und hat nur wenig Jagdtrieb. Kyra braucht wirklich bewegungsfreudige Besitzer, vielleicht mit Hundesportambitionen, sie ist eigentlich nicht müde zu kriegen, auch nicht nach 2-3 Stunden. Sehr gern arbeitet sie auch mit der Nase, sucht Futterbrocken und löst Denkaufgaben. Kyra liebt Männer total, Im Haus ist sie ruhig und brav. Anderen Hunden gegenüber bleibt sie meist neutral, könnte aber auch gut ohne diese auskommen. Wachsam ist sie i.d.R. schon, steigert sich aber nicht ins Bellen rein. Nachts bellt sie gar nicht, höchstens wenn’s klingelt, klopft oder Nachbarn plötzlich auftauchen. Wir können uns frei bewegen, auch mit Kauknochen und Spielzeug ist sie mit einem Tausch /“Aus“ auch zufrieden.

Die einzigen 2 Probleme momentan noch (Stand 03/2011):

1.) Sie lässt sich nicht gerne Bürsten, Kletten entfernen, Zecken, die auf ihr laufen, absammeln (Spot On hat sie aber natürlich drauf) etc. ist noch etwas schwierig durchzuführen und bedarf noch längerer Gewöhnung in Ruhe.

2.) Wenn Kyra tief schläft, muss man sie ansprechen und dadurch aufwecken. Sonst kann es passieren, dass sie sich extrem erschreckt und dann bellend und knurrend mit gefletschten Zähnen aus dem Körbchen schießt und auf einen los geht. In dem Moment ist sie kurzzeitig auch nicht wirklich ansprechbar. Das passiert aber wirklich nur, wenn sie aus dem Tiefschlaf aufschreckt. Lautes reden, das Licht anmachen, herumlärmen, das hilft. Vermutlich müssen hier viele sehr schlimme und bedrohliche Erlebnisse aus der Vergangenheit erst noch verarbeitet werden.


  

  

  

  

Kyra lebt derzeit auf einer Pflegestelle in Deutschland, und der erste Bericht ihrer Pflegemama liest sich wie folgt ...

Kyra ist stubenrein, relativ ruhig im Haus, schläft brav in ihrem Körbchen. Sie ist clever, verspielt, stürmisch, fröhlich und verschmust.

Ordentlich an der Leine zu laufen, musste sie erst noch lernen. Draußen ist sie sehr verspielt und verträglich mit anderen Hunden, braucht - jedenfalls im Moment - sehr, sehr viel Auslauf und Beschäftigung. 

Ihren Kopf versucht sie überall durchzusetzen. Kyra ist wachsam, meldet sich inzwischen aber nur bei unbekannten, neuen Geräuschen oder wenn jemand nachts an der Tür klingelt. Ihre Ressourcen (Spielzeug, Kauknochen, Futter etc.) verteidigte sie anfangs (kein Wunder, wenn man lange Zeit daran immer Mangel hatte), nachdem sie diese immer zugeteilt bekam, hat sich das Verhalten gegeben.
Katzen sind uns n.n. begegnet, das Riesenkaninchen, das frei im Bad wohnt, ist ihr inzwischen relativ egal.
Hinter ihrer selbstbewussten Fassade steckt aber ein wirklich ziemlich unsicherer, armer kleiner Hund; auf alles Neue reagiert sie erst einmal ängstlich, zeigt das sofort mit Knurren und Bellen, nach einer Weile ist das dann aber wieder vergessen und vorbei. Die Zeit wird Kyra lehren, dass sie sich nicht aufregen muss, wenn es sich nicht lohnt.

Kyra braucht klare Grenzen und Regeln, diese sollten weder mit Gewalt, noch mit Starkzwangmethoden durchgesetzt werden. Hat man ihren Respekt erworben, weil man als Rudelführer anerkannt worden ist, so klappt das Zusammenleben mit der kleinen Hündin sehr gut. Kleine Kinder sollten allerdings nicht in der Familie leben.