Vito

Affenpinscher (Mix), *ca. 3 Jahre, Rüde, ca. 20-25 cm

  

  

Vito ist klein von Statur, aber er hat ein großes Herz und einen riesig guten Charakter. Es hat sich inzwischen auf der Pflegestelle herausgestellt, dass er locker mit seiner Pflegemama in jeder Gangart, auch beim joggen, mithalten kann und viel Spaß macht. Egal ob Sturm oder Regen, er flitzt durch die Natur und freut sich seines Lebens. Er ist jetzt stubenrein, unkompliziert, ruhig und nervt nicht. Sein einzigstes Problem ist noch Angst, besonders vor Menschen (Männern vor allem). Diese Woche haben wir einen Hausbesuch gemacht bei einer 12-jährigen Pitbull Hündin, die seit Jahren bekannt ist. Vito wurde mitgenommen, damit er Hundekontakt bekommt. Nach ein paar Minuten hatte er sich an Resi gewöhnt und wenig später saß er auch mit uns allen auf der Couch, da alle in der netten Familie plötzlich Leberwurstfinger hatten. Er ist zwar noch immer recht schreckhaft, aber seine unglaubliche Neugier und stetige positive Erfahrungen helfen ihm da sehr. Vermutlich ist er nichts für kleine, laute, grobe Kinder, schon aufgrund seiner zierlichen Statur, aber überall da, wo es etwas friedlicher zu geht, da ist Vito richtig. Er sollte auch ganz schnell sein endgültiges Körbchen beziehen dürfen.

  

  

Der kleine Vito hat es fast geschafft - er hat eine Pflegestelle in Deutschland ergattert und zeigt sich dort von seiner besten Seite. Vito ist katzenverträglich, kaninchenkompatibel und liebt lange Spaziergänge in ruhiger Umgebung.Heute sind die Pflegemama und er an die Saale gefahren zum Gassi. Es war stürmisch und nieselig bei 3,5 Grad, sie sind erstmal im Wald gewesen, haben zum Abschluss noch schnell das Flussufer erkundet. In einsamster Wildnis wird Vito auch schon einmal von der Leine zum Austoben gelassen, er bleibt eigentlich immer in der Nähe, nur wenn Menschen kommen, flitzt er weg. Also liefen sie im Regen zum kieseligen Ufer und Vito -plopp- rein ins Flüsschen, als wäre es Sommer. Dummerweise wiegt er nur so 2 kg und es gab etwas Strömung, die Pflegemama war kurz davor hinterherzuspringen aber da trieb er wieder zum Ufer. Verrückter kleiner Kerl, aber soooo liebenswert und freundlich. Er wäre eine kleine Sonne für jeden interessierten Bewerber.

Sonst ist er allgemein sehr ruhig und angenehm, will aber immer bei seinen Menschen sein, sonst geht das Geweine los.

   

Hier Vito noch im Tierasyl auf Malta. Alle fünf Hunde sind bereits in Deutschland; außer Vito sucht nur noch Papa Yorkie seine Familie.

Eine liebe kleine Hundefamilie hat Einzug in das Tierheim gehalten:

Vater Yorkie, ein sehr kleiner, süßer Yorkshire-Terrier, ein Senior, so um die 8-10 Jahre, aber gerade diese kleinen Rassen können ja durchaus sehr alt werden ...
Mummy Lara, eine Chihuahua-Dame, auch sehr klein, ca. 6-8 Jahre
und ihre drei inzwischen bereits ca. 2-3 Jahre alten Kinder, Geschwister aus einem (verunglückten) Wurf:
Alle drei Kinder sind total hübsche Typen, Papa und Mama natürlich auch.
Vito und Vanni, zwei Rüden, schwarz, wuschelig
Maria, eine Hündin, die mehr im Yorkie-Typ steht, Farbe schwarz und tan, also mehr Papa gleicht, ist ein süßer Fratz. Sie sieht recht robust aus und hat ein etwas drahtiges Fell.
Vito ist zwar schwarz wie Mama, aber eher langhaarig wie Papa, auch ein süßer Knuddel, genauso wie sein Bruder Vanni.
Vanni gleicht seiner Mama auch, sein Fell ist ebenfalls etwas länger und wuschelig. Mir kommt er insgesamt etwas zierlicher vor.
 
Die ganze kleine Familie war eines Tages "überflüssig" - die Besitzer riefen im Tierheim an und sagten, dass sie sie loswerden wollten, weil sie ab und zu bellen würden.
Ach herrjeh - Hunde die bellen? Man fragt sich wirklich, was in den Köpfen von Menschen los ist.
 
Die fünf kleinen Hunde sind nur lieb, freundlich und verträglich. In der für sie extrem veränderten Lebenssituation sind sie im Moment kreuzunglücklich, sie verstehen nicht, warum sie nicht länger bei ihrer Familie sein dürfen. Alle die vielen großen Hunde in der Auffangstation machen Ihnen Angst, und daher sollten sie - wenigstens einzeln - das Tierheim so schnell als möglich verlassen dürfen.
Dieses Schicksal haben sie nicht verdient, und daher suchen wir auf diesem Weg für jeden von ihnen ein neues, liebevolles Zuhause.
Sie sind alle fünf sehr zutrauliche, kleine "Löwenherzen", eigentlich selbstbewußt und voller Temperament - die beiden Senioren natürlich schon deutlich ruhiger, aber fit und neugierig. Sie haben in einem Haushalt gelebt und kennen sich daher mit einem Leben in einer Wohnung aus. Wenn sie schnell in ein neues Heim umziehen dürfen, kann ihr neuer Mensch davon ausgehen, dass sie sich noch keine Tierheimallüren angeeignet haben und sich voller Vertrauen zum schmusen mit dem neuen Dosenöffner auf das gemütliche Sofa verziehen werden.
Keines der fünf kleinen Hundchen ist ein modisches Accessoire oder eine Art Stofftier - alle fünf wollen ein echtes Hundeleben führen, wollen fröhlich mit Artgenossen über abgemähte Stoppelfelder toben dürfen, sich voller Energie im ersten Schnee wälzen und ihr zweites Leben rundum genießen. Dabei möchten sie auch gerne noch etwas lernen, denn sie sind aufgeweckt, clever und mutig. Sie sehen klein und zerbrechlich aus, sind aber zäh, unerschrocken und treue, unterhaltsame Begleiter. Einzig Regen mögen sie so gar nicht leiden, und bei Schnee  wäre möglicherweise ein Mantel oder Strickpulli hilfreich. Aber dann - nicht wie raus an die Luft und Abenteuer erleben, von denen man dann nach getaner Arbeit in der warmen Stube träumen kann.
Wer hat ein Herz für die kleinen Waisen?