Luther

Mops,* ca. um 5 Jahre, Rüde, 25-30 cm

  

  

Luther ist ein sensibler und anhänglicher kleiner Mops, der ausgesetzt auf den Straßen Maltas herumstreunerte. Dort hat man ihn aufgegriffen und in ein großes Tierasyl gebracht.
Die dortigen Mitarbeiter schildern Luther als einen freundlichen, schon etwas ruhigeren Hundemann, der sich jetzt erst einmal traurig in seine neue Lebenssituation geschickt hat, dem Tierasyl aber lieber heute als morgen den Rücken kehren möchte. Dennoch freut er sich über jede noch so kleine menschliche Zuwendung, und dann wackelt die Freude durch seinen ganzen kleinen Körper. Mit den dort zahlreich vorhandenen Artgenossen ist er überaus verträglich.
Möpse sind ideale Haushunde - sie können auf kleinem Raum oder auf großzügiger Fläche gut klar kommen, Hauptsache, ihr/e Mensch/en ist/sind dabei, auch Kinder werden als angenehme Mitbewohner eingerudelt. Fremde werden zunächst mißtrauisch beäugt, werden aber nach erfolgter Kontaktaufnahme gnädigst akzeptiert.
Luther wäre bewegungstechnisch bereits mit gemächlicheren Hunderunden zufrieden. Lt. bisher unbestätigten Beobachtungen ist er möglicherweise auf beiden Augen sehbehindert. Dies stört ihn nicht wirklich, sollte aber sicherheitshalber durch einen Tierarzt abgeklärt werden. Wenn man jedoch berücksichtigt, dass sich Hunde vor allem über die Nase orientieren, so sollte aus Luthers Sehschwäche kein gravierendes Problem entstehen. Er muss auch nicht zwangsläufig sein restliches Leben an der Leine verbringen müssen - auf sicherem Gelände könnte er auch gut seinem Frauchen oder Herrchen folgen, wenn diese sich z.B. ein Glöckchen um die Fessel eines ihrer Füße binden. Dann weiß <Mops> immer, wo es lang geht. Ein wenig Fantasie und guter Wille versetzen auch hier die besagten Berge. Luther hat ein normales Leben verdient, und er muss jetzt mit evtl. real existierenden Handicap nicht ausgegrenzt werden, sondern umso eher ein gutes Plätzchen bekommen, wo er bis an sein Lebensende geliebt wird und glücklich sein kann. Das hat er mehr als verdient, nachdem er bereits einmal ausgesetzt worden ist und sicher auch Verlustängste hat.