Feivel

Yorkshire-Terrier (Mix),*ca.07/2011, Rüde, ca.25-30 cm




FEIVEL ist ein kleiner Strubbel mit Yorkie-Ahnen, der ohne eigene Schuld in einer Tötungsstation landete. Die vielen anderen, überwiegend großen Hunde machten ihm Angst, er fraß dort nicht und saß nur zitternd in einer Ecke. Da erbarmte sich ein zufällig vorbei kommender Tierschützer, der dort ab und zu immer wieder Hunde vor der Tötung rettet, und nahm ihn mit. Was für ein Glück - die anderen ca. 20 Hunde, mit denen er zusammen in einem Zwinger sitzen mußte, hätten ihn vermutlich noch vor dem offiziellen Euthanasie-Termin getötet.
In seines Retters Zuhause angekommen, zeigte sich der kleine Fratz als recht schüchterner und anfangs vorsichtiger Hund, der inzwischen aber alles weg futtert, was er vor das Schnäuzchen bekommt. Menschen, die er kennt, werden freudig empfangen, fremde Zweibeiner müssen sich sein Vertrauen erst verdienen.
Auf unserer bewährten Pflegestelle, deren Komfort er derzeit zu seiner körperlichen und seelischen Entwicklung genießt, ist er ein lieber, ruhiger, unauffälliger kleiner Mitbewohner, der dankbar jede Art von menschlicher Aufmerksamkeit annimmt, die er bekommen kann. Feivel war dort von Anfang an stubenrein, hört gut auf seinen Namen und ist jederzeit zuverlässig abrufbar. Er ist leinenführig und fährt gerne im Auto mit.
Mit seinen Artgenossen ist Feivel total verträglich, wie die aktuellen Fotos zeigen. Die momentanen Erfahrungen zeigen ihm jeden Tag aufs Neue, dass es ganz viele nette Artgenossen gibt, vor denen er keine Angst haben muss, aber sein Selbstbewußtsein kann natürlich nicht an einem einzigen Tag geweckt und stabil aufgebaut werden. Hier braucht es eine einfühlsame menschliche Seele, die ihm mit Geduld und Zeit die Sicherheit vermittelt, die er zum Leben braucht, die ihm zuverlässig täglich neu zeigt, dass er zu Hause willkommen ist und sein Rudelchef auf ihn aufpasst. Es braucht also einen sicheren Rudelführer und vielleicht einen freundlichen Artgenossen in Feivels neuem Zuhause, nach dem wir jetzt suchen. Kleine Kinder sollten dort besser nicht herumhüpfen, und ein ängstliches Frauchen, dass ihn immerzu auf den Arm nimmt, wenn ein größerer Hund auftaucht, wäre hier eher kontraproduktiv.
Na, Lust auf Feivel? Er wäre bereit.