Rose

Mischling, weiblich,* 2012, 50-55 cm



Die wunderschöne Rose ist eines unserer Sorgenkinder. Verwahrlost und sehr dünn wurde sie von einer engagierten, freiwilligen Helferin auf der Straße gefunden und aufgelesen. Sie musste dringend versorgt werden und kam so als erste Anlaufstelle ins örtliche Tierheim. Anfangs, als sie noch recht geschwächt war, ließ sich Rose zwar irgendwie ungern, aber durchaus doch noch irgendwie helfen, allerdings zeichnete sich schnell ab, dass sie mit Menschen im allgemeinen nicht viel anfangen kann. Sie meidet diese, behält sie eher vorsichtig im Blick und möchte zum derzeitigen Zeitpunkt keinesfalls mit Zwang angefasst werden. Sie sucht von sich aus keinen Konflikt mit Mensch oder Tier, gibt aber deutlich zu verstehen, wenn ihr jemand zu nahe kommt und sie ihre Ruhe haben möchte.
Rose ist mit Artgenossen verträglich, kommt aber leider überhaupt nicht mit dem ständigen Stress hier im Tierasyl zurecht. Ihr ist das alles zu viel, sie würde sich gern mehr zurückziehen und auch mal richtig zur Ruhe kommen, allerdings fehlt es dafür einfach an Platz und Möglichkeiten, auch ist im Tierasyk eine ständige Unruhe, die ihr nicht gut tut.
Wir würden uns für Rose eine kompetente Pflegestelle oder -besser- ein endgültiges Zuhause wünschen, wo sie zur Ruhe kommen kann und nicht mehr dauergestresst sein muss. Ein souveräner Ersthund würde ihr sicherlich dabei helfen, schneller wieder Vertrauen in Menschen zu fassen und ein (wenigstens annähernd) normales Leben zu führen. Hier wird Geduld benötigt und Sachverstand. Ein Garten wäre hier sicherlich von Vorteil, damit Rose sich erstmal ganz normal frei bewegen kann und man sie wenigstens anfangs nicht ständig bedrängen und anfassen muss, um eben mal kurz vor die Tür zu gehen. Es wäre wirklich wichtig, dass mit ihr im neuen Zuhause dahingehend  mit ausreichend Geduld und viel positiver Verstärkung gearbeitet wird, damit sie wieder Vertrauen in den Menschen gewinnen kann. Gleichzeitig wird man wahrscheinlich akzeptieren müssen, dass Rose kein "Jedermannhund" ist bzw. wird und schlicht und ergreifend ein ruhigeres Leben bevorzugt, ein Leben, in dem sie vermutlich nicht schnell zu einem Schmusehund mutiert. Rose ist durch ihre unbekannte, aber offenbar belastende Vorgeschichte geprägt, und es braucht eine bestmögliche Förderung für eine Eingliederung in eine neue Familie - ohne kleine Kinder. Aber der Aufwand würde sich lohnen ...
sie ist so schön, und für ihre Vergangenheit kann sie nichts !!!